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15.12.2017 10:58

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Wiesenmarkt in Eisleben


495. Eisleber Wiesenmarkt vom 16.09.2016 bis 19.09.2016

Der Eisleber Wiesenmarkt umfasst eine Fläche von 80.000 m² und erstreckt sich vom Wiesengelände (Schausteller) über die Lindenallee (Händlerstraße) bis auf den Plan im Stadtzentrum. Bei der Bebauung dieser Fläche entsteht eine Vergnügungsmeile mit einer Gesamtlänge von 4 km.

Mehr als 300 Geschäfte haben sich angekündigt. Darunter sind Fahrgeschäfte mit vielen neuen Attraktionen, aber auch  alte und beliebte Attraktionen wie Schießbuden, Losbuden und Autoscooter sind natürlich wieder mit dabei. Zahlreiche Stände bieten auch in diesem Jahr alles an, was die süßen und herzhaften Gelüste der Besucher befriedigt. Die kleinsten Besucher können beim Babyflug, Kinderkarussell, Ponyreiten oder der Kindereisenbahn ihre ersten Wiesenerfahrungen machen. 

Die Wiese beginnt am Freitag um 15 Uhr mit dem Fassbieranstich der Bürgermeisterin.
Im Schützenzelt und Festzelt gibt es dann täglich ab 10 Uhr Musik, Partys, DJs und gute Laune.
Nach vier turbulenten Tagen erlebt die Lutherstadt mit einem riesigen Höhenfeuerwerk den traditionellen Abschied vom Wiesenmarkt.

Du hast den aktuellen Wiesenflyer noch nicht? Hier kannst Du ihn downloaden. FLYER (pdf)

Wer vom Eisleber Wiesenmarkt noch nicht genug hat, der merke sich die "Kleine Wiese". Rund 100 Geschäfte vom Wochenende zuvor werden stehen bleiben und zusammen mit einem Ballontreffen, einem Bauernmarkt einem Crazy Day und dem Wernesgrüner Festzelt weiter feiern und Spaß haben.

Die "Eisleber Wiese" im Wandel der Zeiten


Sehr bewegt und kunterbunt ist die Geschichte des Eisleber Wiesenmarktes, genauso kunterbunt wie das Leben und Treiben zu jeder Wiese selbst. Der Geburtstag, die Ursachen und Umstände seiner Geburt lassen sich heute nicht mehr einwandfrei feststellen. Aber es hat sich um das Marktwesen in Eisleben seit jeher schon immer vieles gedreht. Der Gallenmarkt als der Älteste der Eisleber Märkte überhaupt, ist inzwischen der Zeit zum Opfer gefallen. Aber in dem Ochsenmarkt wird man wohl den Anfang des Wiesenmarktes suchen müssen.

 

 
In der "Mansfeldischen Chronica" berichtet Cyriakus Spangenberg: "Anno 1522 Freitag Valentini haben alle Grafen diesen Ochsen- und Viehmarkt öffentlich ausgeschrieben mit der Vertröstung, daß alle, die diesen Markt besuchen, Viehe dahin bringen, verkaufen oder kaufen würden, ein Jahr lang mit ihrem Viehe, Habe und Gütern frei sein, keinen Zoll, Geleite-, Städte- noch Marktgeld zu zahlen verpflichtet sein sollten."  Jedoch mit dieser Ausschreibung und dem kaiserlichen Privileg allein war es noch nicht getan. Den Leipzigern paßte die Einrichtung neuer Märkte gar nicht in den Kram. Sie erhoben bei ihrem Kurfürsten, dessen Bruder und Vettern Beschwerde und pochten auf ihre Privilegien "... und daß in 15 Meilen Umkreis von ihrer Stadt kein neuer Jahrmarkt aufgerichtet werden dürfte. Diese wären ihren eigenen Märkten nachteilig und zerstörlich." Zu guter Letzt verbot auch der Herzog Georg von Sachsen seinen Untertanen, den Ochsenmarkt zu Eisleben bei höchster Strafe zu besuchen. Trotz des kursächsischen Verbots und vielleicht deshalb entwickelte sich der Ochsenmarkt in einem Ausmaß, das ihn bald zu einem führenden Jahrmarkt und Volksfest der damaligen Zeit werden ließ.

Trotz alledem war auch zu DDR-Zeiten die Nachfrage zur Teilnahme am Eisleber Wiesenmarkt weitaus größer, als Beschicker berücksichtigt werden konnten. Dieser gesunde Konkurrenzkampf, der vielen anderen Bereichen der ehemaligen DDR fehlte, trug dazu bei, daß der "Eisleber Wiesenmarkt" zu keiner Zeit seine Attraktivität verlor. Natürlich brachte die Wiedervereinigung beider deutscher Staaten eine wahre Attraktivitätsexplosion mit sich. An neuen Geschäften fehlt mittlerweile so gut wie nichts mehr - und nicht selten bezeichnet man den Eisleber Wiesenmarkt als das "Oktoberfest des Ostens".

Nach dieser bewegenden und langen Geschichte wurde in den letzten Jahren etwas geschaffen, was mit Sicherheit auch seinen Platz in dieser Geschichtsschreibung finden wird. Das gesamte Gelände wurde vollkommen saniert, Straßen angelegt, Wasserleitungen und Abwasserrohre verlegt sowie das Energienetz ausgebaut. Nunmehr haben wir einen der modernsten Volksfestplätze, welcher mit Sicherheit zukünftig nicht "nur" für den Wiesenmarkt genutzt wird. Der Eisleber Wiesenmarkt hat sich unter diesen Bedingungen wieder zum größten Volksfest Mitteldeutschlands entwickelt!   

Quelle: www.wiesenmarkt.de

 

für weitere Informationen besuchen sie   www.wiesenmarkt.de